Antonín Dvořáks zeitlose Oper Rusalka unter der Regie von David Radok und mit Marko Ivanović am Dirigentenpult hat am 5. April ihre Premiere am Brünner Janáček-Theater bestanden. Diesmal jedoch kommt sie nicht als Märchen daher, sondern als Schicksalsdrama über das menschliche Versagen, über unerfüllte Sehnsüchte und den Konflikt zwischen Liebe und erotischem Begehren.

Rusalka

Der Autor des Librettos Jaroslav Kvapil schöpfte seine Inspiration für Rusalka unter anderem aus Hans Christian Andersens bitterem Märchen Die kleine Meerjungfrau.

Dvořáks bekannte Melodien und die Geschichte Rusalkas durchzieht hier eine tiefe und finstere Atmosphäre, die die verborgenen Seiten der Figuren enthüllt. Radoks Regievision hat menschliche Tragödien und Konflikte in den Vordergrund gebracht, die von Jana Šrejma Kačírková als Rusalka und Peter Berger in der Rolle des Prinzen brillant in Szene gesetzt wurden.

Regisseur David Radok meint zu seiner Inszenierung: „Die Art der Kommunikation eines Märchens mit dem Publikum ähnelt der Logik eines Traums. Im Traum geschehen realistische Dinge, nur die Kontexte, in denen sie sich abspielen, sind stets irgendwohin verschoben. Traum und Märchen arbeiten mit verschiedenen Herangehensweisen an die Realität, mit Elementen, die im normalen Leben logisch nicht miteinander vereinbar sind, hier jedoch vollkommen natürlich wirken.“

Rusalka

Die Oper wird im Rahmen des Festivals Janáček Brno am 23. November 2024 um 19.00 Uhr im Janáček-Theater aufgeführt. Tickets sind hier erhältlich.