
22. 11. 2024, 19:00 Uhr
Theater in der Orlí-Straße
Autor: Ondřej Kyas
Dirigentin: Gabriela Tardonová
Regie: Kateřina Křivánková
Ensemble: Ensemble Opera Diversa
Die Aufführung dauert 130 Minuten einschließlich einer 20-minütigen Pause.
Der namenlose Held findet in einem kleinen, vergessenen Antiquariat ein Buch, das in einer nicht zu entziffernden Schrift geschrieben ist. Er sucht einen Wissenschaftler auf, der den Text zwar nicht übersetzen kann, aber dem Buch schon irgendwann begegnet ist. Nachdem der Wissenschaftler das Geheimnis einer gewissen „zweiten Stadt“ aufdeckt, die parallel zu unserer Realität existiert, packt den Helden die Sehnsucht, diese Stadt zu finden. An die Grenze der beiden „Welten“ dringt er erfolgreich während seiner nächtlichen Ausflüge vor, bei denen er die Aufmerksamkeit der Bewacher der „zweiten Stadt“ auf sich zieht. Jeder, der in sie eindringen will, begegnen wundersamen Tieren und Kreaturen, die ihn in unerklärlicher Weise anziehen, ihn jedoch gleichzeitig ums Leben bringen wollen. Der Held erlebt bizarre Situationen und erliegt ihrem Zauber, außerdem begegnet er auch einer jungen Frau, die in beiden Städten zu Hause ist. Als Kellnerin Klára wirkt sie verletzlich, als künftige Fürstin Alweyra jedoch ist sie gefährlich. Die Anziehung der unbekannten Stadt, ihrer Bewohner und ihrer eigenartigen Rituale verkompliziert dem Helden das Leben in der Realität. Je mehr seine Sehnsucht wächst, das Zentrum der „anderen Stadt“ kennenzulernen, desto weiter entfernt er sich von der realen Welt.
Musik und Libretto: Ondřej Kyas
Dirigentin: Gabriela Tardonová
Regie: Kateřina Křivánková
Bühnenbild und Kostüme: Sylva Marková
Videoprojektionen: Tomáš Hrůza
Beleuchtung: Anna Laborová
Besetzung:
Jana Vondrů
Aneta Podracká Bendová
Alžběta Symerská
Michael Robotka
Tomáš Chloupek
Aleš Janiga
Pavel Slivka
Libor Skokan
Lukáš Rieger
Orchester des Ensembles Opera Diversa, Leiter Jan Bělohlávek
Die Oper Die andere Stadt, inspiriert durch den gleichnamigen Roman von Michal Ajvaz, sucht eine Parallelwelt voller Mystik, Abenteuer und Nostalgie. Musikalisch verbindet Ondřej Kyas klassische Klänge mit Synthesizern, die die akustischen Instrumente ergänzen. Die gesungenen Passagen sorgen für die richtige Atmosphäre, während das gesprochene Wort die Zuschauer durch Raum und Handlung führt. Das Publikum darf sich auf eine ganz besondere, teils als Konzert konzipierte Inszenierung freuen, wo die Atmosphäre der geheimnisvollen metaphorischen anderen Stadt an der Grenze von Realität und Fiktion nicht nur dank der originellen Musik, sondern auch durch die szenischen Auftritte der Akteure, durch Videoprojektionen und das Lichtdesign lebendig wird.